„Erinnerung bewahren“ – Brücken nach Budapest

An dem Projekt „Erinnerung bewahren – Brücken nach Budapest“ nahmen 15 Jugendliche und junge Erwachsene teil. Die Bildungsreise verband historische Wissensvermittlung mit persönlichen Begegnungen und der Frage, wie demokratische Werte und Menschenrechte heute geschützt werden können.

In der Vorbereitungsphase beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Holocaust in Ungarn, dem Leben jüdischer Menschen während der nationalsozialistischen Besatzung sowie mit politischer Verfolgung während der späteren kommunistischen Diktatur. Workshops zu Propaganda, Hate Speech, Rassismus in sozialen Medien und Zivilcourage halfen den Teilnehmenden, Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart herzustellen.

In Budapest besuchte die Gruppe das jüdische Viertel, die Große Synagoge in der Dohány-Straße, das Holocaust-Gedenkzentrum und das „House of Terror“-Museum. Besonders bewegend waren die Erinnerungsorte im öffentlichen Raum, darunter die Schuhe am Donauufer, das Carl-Lutz-Denkmal und die Gedenkstätte für Raoul Wallenberg. Eine Exkursion zum ehemaligen Zwangsarbeitslager Recsk verdeutlichte zusätzlich die Folgen politischer Unterdrückung und totalitärer Herrschaft.

In gemeinsamen Reflexionsrunden hielten die Jugendlichen fest, was sie besonders bewegt hatte und welche Verantwortung daraus für ihr eigenes Handeln entsteht. Nach der Rückkehr setzten sie sich weiterhin mit Erinnerungskultur, Toleranz und Zivilcourage auseinander.