„Mut zur Erinnerung“ – Brücken nach Oslo

Im Bildungsprojekt „Mut zur Erinnerung – Brücken nach Oslo“ setzten sich rund 20 Jugendliche intensiv mit Antisemitismus, Rassismus, Propaganda und demokratischer Verantwortung auseinander. Im Mittelpunkt stand die Geschichte Norwegens während der deutschen Besatzung und die Frage, was junge Menschen heute aus Widerstand, Verfolgung und gesellschaftlicher Ausgrenzung lernen können.

In vorbereitenden Seminaren in Witten untersuchten die Teilnehmenden die Verbreitung des Nationalsozialismus in Europa, die Wirkung von Propaganda sowie die Rolle sozialer Medien bei der Verbreitung von Hass und Desinformation. Gruppenarbeiten, Diskussionen und der gemeinsame Filmabend zum norwegischen Widerstand ermöglichten einen lebendigen und persönlichen Zugang zu den Themen.

Während der anschließenden Reise nach Oslo besuchte die Gruppe zentrale Orte der norwegischen Erinnerungskultur. Dazu gehörten das Jüdische Museum, das Zentrum für Holocaust- und Minderheitenstudien in der Villa Grande, das Norwegische Widerstandsmuseum sowie Denkmäler für deportierte und ermordete jüdische Menschen. Neben den Bildungsangeboten erkundeten die Jugendlichen gemeinsam Oslo und tauschten ihre Eindrücke in täglichen Gesprächsrunden aus. Das Projekt stärkte ihre Medienkompetenz, ihre Empathie und ihren Mut, im Alltag gegen Rassismus, Antisemitismus und demokratiefeindliche Aussagen Haltung zu zeigen.